
Förderung für eine sichere Trinkwasserversorgung im Lausitzer Revier Sicherstellung, Erhalt und Ausbau
Zur Sicherstellung, Erhalt und Ausbau des Trinkwasserverbundsystems Lausitzer Revier hat die ewag kamenz mit fünf weiteren Trinkwasserversorgern aus Brandenburg und Sachsen eine länderübergreifende Arbeitsgemeinschaft “Trinkwasserverbund Lausitzer Revier” gegründet.
Zweck der kommunalen länderübergreifenden Arbeitsgemeinschaft ist die Erarbeitung und Umsetzung eines Betriebskonzeptes im Rahmen des Kohleausstiegs, als Voraussetzung für den Erfolg des Strukturwandels und damit verbunden die langfristige Sicherstellung der Trinkwasserversorgung im Lausitzer Revier. Der Strukturwandel im Lausitzer Revier bedingt eine ausreichende und langfristig gesicherte Trinkwasserversorgung.
Das Betriebskonzept hat die Bedingungen des Kohleausstieges aufzunehmen, die Infrastruktur im Lausitzer Revier zu stärken und die sich ändernden klimatischen Bedingungen zu berücksichtigen. Der “Trinkwasserverbund Lausitzer Revier” vereint die sechs Trinkwasserversorger der Arbeitsgemeinschaft auf einer Fläche von ca. 3.200 km² über ein Fernleitungsverbundsystem mit ca. 240 km Länge. Es werden ca. 250.000 Einwohner und mehrere bedeutende Wirtschaftsstandorte (z. B. BASF Schwarzheide, Industriepark Schwarze Pumpe, Industriepark Boxberg, Sachsenmilch Leppersdorf GmbH, TD Deutsche Klimakompressor GmbH, ACCUMOTIVE GmbH & Co. KG) täglich mit Trinkwasser versorgt. Ein wesentlicher Anteil an der Gesamtmenge des Trinkwasserbedarfes wurde bisher vom Wasserwerk Schwarze Pumpe (LEAG) bereitgestellt. Durch die strukturwandelbedingte Einstellung der Trinkwasseraufbereitung im Wasserwerk Schwarze Pumpe der LEAG im Zuge der geplanten Stilllegung der Tagebaue im Umfeld von Schwarze Pumpe, wegfallender Sümpfungswässer und damit einhergehende Veränderungen in der Grundwasserbeschaffenheit, müssen diese fehlenden Mengen durch neu zu errichtende Aufbereitungs- und dezentrale Speicherkapazitäten länderübergreifend kompensiert werden. Begleitend zum Ausstieg aus der Braunkohleverstromung ist zur Unterstützung des bevorstehenden Strukturwandels eine Stärkung der Wirtschaft und der Infrastruktur im Lausitzer Revier notwendig. Dies bedingt eine stabile und zugleich dynamische Trinkwasserversorgung in ausreichender Menge und Qualität.
Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit ist neben dem Erhalt des Trinkwasserverbundsystems die Einspeisung von zusätzlichen Wassermengen aus dem südlichen Bereich des WAZV Lausitz in das Verbundsystem geplant. Die Realisierung soll in verschiedenen Teilprojekten erfolgen. Dabei wird eine Rohwasserleitung vom Brunnen im Ortsteil Milstrich der Gemeinde Oßling bis zu den Aufbereitungsanlagen im Wasserwerk Kamenz-Jesau sowie eine Trinkwasserleitung vom Wasserwerk Kamenz-Jesau über den Ortsteil Milstrich der Gemeinde Oßling (Bauende 1. Bauabschnitt) bis zum Hochbehälter Skaska (Bauende 2. Bauabschnitt) verlegt. Mit der Realisierung dieser Teilprojekte wurde bereits begonnen. Das erstes Teilprojekt ist bereits abgeschlossen. Diese und weitere zur Sicherung der Trinkwasserversorgung notwendige Projekte sind nur mit Zuwendungen realisierbar. Die Projekte sind Bestandteil des Technischen Gesamtkonzeptes der ARGE „Trinkwasserverbund Lausitzer Revier“, aktuelle Fortschreibung vom 31. August 2025. Zur Sicherstellung, den Erhalt und Ausbau des Trinkwasserverbundsystems Lausitzer Revier hat die ewag kamenz mit fünf weiteren Trinkwasserversorgern aus Brandenburg und Sachsen eine länderübergreifende ARGE gegründet. Zweck der kommunalen länderübergreifenden ARGE ist die Erarbeitung und Umsetzung eines Betriebskonzeptes zur langfristigen Sicherstellung und Flexibilisierung der Trinkwasserversorgung im Lausitzer Revier.
Die ewag kamenz nimmt zur Finanzierung dieser Projekte Zuwendungen gemäß der RL InvKG in Anspruch. Eine Durchführung der notwendigen Projekte gemäß des Gesamtkonzeptes ist ohne Zuwendungen kaum realisierbar.
Presseveröffentlichungen:
06.05.2026 – Spatenstich – Modernisierung Trinkwasserfernleitung “Innerer Ring”
15.08.2024 – Baumaßnahme „Neubau Trinkwasserverbindungsleitung Wasserwerk Kamenz-Jesau – Milstrich“
07.05.2024 – Strukturwandel erfolgreich gestalten!



